Cyber-Sicherheit in Unternehmen: Personal und Monitoring entscheidend

Cyber Security  | Cyber Sicherheit | Zürich

Trotz dem vorhandenen Wissen um die Gefahr von IT-Risiken, vernachlässigen zahlreiche Unternehmen ihre Cyber-Sicherheit (Cyber Security). Dies betrifft grosse Konzerne wie auch KMU oder Kleinstunternehmen gleichermassen und führt zu den allseits bekannten unliebsamen Konsequenzen: Produktivitätseinbussen, Umsatzverlust, Gewinneinbussen, Imageschäden. Doch bereits mit sechs Sicherheitsmassnahmen die die Mitarbeitenden und die IT-Überwachung betreffen, lässt sich die Cyber-Sicherheit in KMU markant steigern

Cyber-Security-Massnahme #1: Mitarbeitende miteinbeziehen

Mit steigender Cyber Security der Infrastruktur in Unternehmen geraten zunehmend die Mitarbeitenden ins Visier von Cyberkriminellen. Über eine wachsende Anzahl Phishing E-Mails und Scams (betrügerische E-Mails, falsche Social-Media- oder Webseiten) wird versucht, an vertrauliche Informationen des Unternehmens oder an bestimmte Geldsummen heranzukommen.

Oft wird es versäumt, bei den Mitarbeitenden das Sicherheitsbewusstsein so zu fördern, dass sie potenzielle IT-Risiken wahrnehmen und einordnen können. Sie sind daher ein beliebtes Ziel für Angreifer. Einer Umfrage von SolarWinds zufolge, sind 68% aller Verletzungen der IT Security in Regierungsorganisationen der USA auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. In vielen Fällen geschieht dies im Unwissen der Nutzer um die von ihnen eingegangenen IT-Risiken und damit ohne Einschätzung der Tragweite ihres Handelns. Es gilt daher, die Mitarbeitenden als häufigste Nutzer der unternehmensweiten IT mit geeigneten Massnahmen für die Sicherheitsrisiken zu sensibilisieren und ihnen klare Handlungsanweisungen zu vermitteln.

Cyber-Security-Massnahme #2: Fördern der Risikosensibilität

Wirksame Cybersicherheit ist nicht in erster Linie von der eingesetzten Technologie abhängig. Sie leistet zwar einen wesentlichen Beitrag, etwa bei der raschen Identifikation von unbefugten oder betrügerischen Zugriffen und müssen Teil einer gut konzipierten Sicherheitsarchitektur sein. Die verwendeten Tools  bilden allerdings nicht das Fundament der IT-Sicherheitsstrategie, sondern sind lediglich Mittel zum Zweck. Investitionen in die besten Technologien zahlen sich nur dann aus, wenn diese durch ein kollektives Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeitenden und deren Vorgesetzten im Sinne der Cyber Security unterstützt werden. Der Mensch bleibt das schwächste Glied in der Sicherheitskette. Um dieses zu stärken, spielen insbesondere die Führungskräfte eine entscheidende Rolle. Sie sollen die Kultur einer hohen Risikosensibilität im Unternehmen fördern sowie die Mitarbeitenden ermutigen, wahrgenommene IT-Vorfälle zu melden.

Cyber-Security-Massnahme #3: 24-Stunden-Monitoring

Viele KMU sind der Meinung, dass unbefugte Zugriffe auf ihre Daten oder die Manipulation ihrer IT nicht vorkommen könne. Sie sind der Ansicht, dass Ihr Unternehmen für Cyberkriminelle eine zu geringe Bedeutung hätte. Die Realität zeigt allerdings, dass Cyberangriffe auf Unternehmen und Organisationen jeder Grösse stattfinden. KMU sind dabei besonders attraktiv für Cyberkriminelle, da sie davon ausgehen, in kleineren Unternehmensstrukturen schwächere Sicherheitsmassnahmen vorzufinden. Eine entsprechende Abwehr vorzubereiten, ist daher für die IT in Unternehmen jeglicher Grössenordnung entscheidend – dazu gehört auch ein automatisches 24 -Stunden-Monitoring, welches effizient die laufende Überwachung der IT einschliesst.

Cyber-Security-Massnahme #4: Clean Desk Policy einführen

Spricht man über Datensicherheit, so spielt der physische Arbeitsplatz der Mitarbeitenden eine wichtige Rolle. Gerade das Arbeitspult kann als reichhaltige Quelle von vertraulichen Informationen dienen, bis hin zu offen zur Schau gestellten Login-Daten zur IT-Infrastruktur.

Mitarbeitende mit einem überhäuften Pult lassen in der Regel USB-Stick, Smartphone oder Notebook ebenfalls offen und ungesichert liegen. Auf diese Weise kann sich jedermann auf einfache Weise Zugang zu vertraulichen Informationen oder zur IT-Infrastruktur verschaffen. Ein unordentlicher Arbeitsplatz erschwert es festzustellen, dass gewisse Dokumente plötzlich fehlen – ein Diebstahl wird so nur mit Verzögerung bemerkt. Um den Täter zu ermitteln oder ein gestohlenes Dokument wieder aufzufinden, geht auf diese Weise wertvolle Zeit verloren.

Es empfiehlt sich daher, das Personal zu einem aufgeräumten Arbeitsplatz, einem Clean Desk, zu ermutigen. Damit erhöht sich nicht nur die Datensicherheit, sondern gleichzeitig kann schneller auf Tools und Dokumente zugegriffen werden – die individuelle Produktivität steigt. Eine entsprechende Clean Desk Policy kann in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag leisten.

Cyber-Security-Massnahme #5: Passwort-Richtlinien einführen und durchsetzen

Die Firewall besteht aus einer Kombination von Soft- und Hardware und sie spielt bei der Sicherung der Unternehmens-IT eine wichtige Rolle. Aufgabe der Firewall ist es, den Datenverkehr zwischen dem internen und dem externen Netzwerk laufend zu überprüfen und zu filtern. Gleichzeit soll sie die IT-Schlüsselpersonen im Unternehmen oder den externen IT-Dienstleister bei Fehlfunktionen oder Cyberangriffen alarmieren. Allerdings genügt die Firewall-Hardware alleine nicht, um die IT wirkungsvoll zu sichern. Eine wirkungsvolle Firewall muss richtig konfiguriert und ihre Filterregeln richtig eingestellt sein, damit sie die Cyber Security gewährleistet. Diese Einstellungen sind regelmässig zu überprüfen. Ausserdem muss die Firmware der Firewall regelmässig aktualisiert werden - nur so schützt sie zuverlässig gegen unerwünschte Zugriffe aus dem externen Netzwerk. Um diese Vorkehrungen zeitnah und professionell umzusetzen, lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem Managed IT Services Partner, der Managed Firewall-Leistungen in seinem Angebot führt.

Daten, welche die Nutzer über DVD- und USB-Laufwerke auf die Computer laden, werden nicht von der Firewall erfasst. Sie sind somit gefährliche Risikoquellen für Schadsoftware. Um diese Schwachstellen zu verhindern, ist jede installierte Software stets und umgehend mit den neuesten Updates der Softwarehersteller zu aktualisieren.

Auch der unkorrekte Umgang mit Login-Daten kann von einer Firewall nicht verhindert werden. Passwort und Nutzer-ID sind nur dann wirkungsvoll, wenn sie den Zugang für Unbefugte tatsächlich verhindern. Um dies zu erzielen, müssen sie so angelegt und aufbewahrt werden, dass sie niemand anderem als dem autorisierten Mitarbeitenden selbst den Zugang zu den entsprechenden Daten oder IT-Umgebungen ermöglichen. Eine klare Passwort-Policy und regelmässige Sicherheitsschulungen für das Personal sind daher unerlässlich.

Cyber-Security-Massnahme #6: Zusammenarbeit mit einem IT-Sicherheitspartner

Insbesondere für KMU ist es kaum möglich, sich laufend mit allen Aspekten und neuesten Erkenntnissen der Cyber Security zu beschäftigen. Somit können auch nicht die unmittelbar notwendigen Massnahmen bei einer veränderten Bedrohungslage durch Cyberkriminelle ergriffen werden. Auch das laufende Monitoring der eigenen IT-Infrastruktur und eine rasche Reaktion bei Zwischenfällen ist nur in wenigen KMU mit der eigenen Organisation möglich. Es lohnt sich daher, mit einem verlässlichen und kompetenten Managed IT Services Partner zusammenzuarbeiten. Selbst wenn das Unternehmen über ein eigenes IT-Team verfügt, lohnt sich die Zusammenarbeit mit einem externen IT-Sicherheitspartner – so kann sich die eigene IT-Abteilung auf geschäftsrelevante IT-Projekte konzentrieren und leistet damit einen direkten Beitrag an den Unternehmenserfolg. Cyber Security.


Personal als IT-Risikofaktor - erhöhte IT-Sicherheit und Cybersecurity durch risikobewusstes Verhalten der Mitarbeitenden | care4IT | Managed IT Services | Zürich

Themen: Cyber Security
Autor: Philipp Hollerer | 24. Oktober 2018 | 13:46



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