Der Nutzen von Cloud-Lösungen für KMU

Cloud-Loesungen fuer KMU-1

Sie bieten Flexi­bilität, stärken die Cyber­sicherheit und erlauben ein effizientes Kosten­management: Cloud-Lösungen bringen viele Vorteile mit sich. Doch passen sie auch in ein KMU-Umfeld?



Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung spielen Cloud-Anwendungen eine immer wichtigere Rolle. Sie erleichtern nicht nur die Arbeit in dezentralen Teams, sondern sie punkten auch mit grossem Gestaltungsfreiraum und umfassenden Einsatzmöglichkeiten. Eine Cloud lässt sich genauestens an die spezifischen Bedürfnisse eines Unternehmens anpassen und sie legt den Grundstein für weitere Modernisierungsprozesse.

Welche Anwendungen eignen sich für eine Cloud-Lösung?

Nahezu unbegrenzt ist die Anzahl von Anwendungen, für die der Einsatz der Cloud sinnvoll ist. Doch die folgenden sechs Bereiche eignen sich besonders dafür:

  • Zusammenarbeit in verschiedenen Teamgrössen mit Collaboration-Tools
  • Teilen, Bearbeiten und Synchronisieren von Dateien aus verschiedenen Standorten
  • Anlegen von Back-End-Systemen für kaufmännische Unternehmensanwendungen wie ERP, Auftragsverarbeitung und Finanzwesen
  • Sichern der Firmendaten im Rahmen der Disaster Recovery Strategie
  • Anlegen von kleinen bis grossen Datenbanken
  • Hosting von Websites, webbasierten Anwendungen und Content-Distribution
  • Analysen von Streaming-Daten von IoT-fähigen Komponenten oder Geräten (Internet der Dinge)
  • Softwareentwicklung und Aktualisierung


Die Cloud: Eine Technologie mit vielen Vorteilen

Nicht nur die Anwendungsmöglichkeiten von Cloud Computing sind umfangreich, sondern auch der Nutzen. Gerade im direkten Vergleich mit der klassischen IT-Infrastruktur bringt sie für KMU zahlreiche Vorteile mit sich:

1. Flexibilität statt starrer Infrastrukturen

Anders als bei der klassischen On-Premise-Infrastruktur (physische IT-Hardware am Firmenstandort), lässt sich eine Cloud mit wenig Aufwand und zu geringen Zusatzkosten an verschiedene Nutzungsformen anpassen und flexibel skalieren. Cloud-Anbieter können Rechenleistung sowie Speicherkapazitäten leicht und rasch erweitern oder reduzieren, um kurzfristig veränderten Anforderungen des Unternehmens gerecht zu werden. Diese Tatsache spielt insbesondere auch denjenigen KMU in die Hände, die in schwankenden oder wachsenden Märkten tätig sind.

Doch Cloud ist nicht gleich Cloud. Bei der Wahl einer passenden Lösung stehen einem KMU verschiedene Arten dieser virtuellen Rechen- und Speichermöglichkeiten zur Verfügung. Es ist daher wichtig, bereits vor einer Cloud-Migration die Bedürfnisse des Unternehmens zu analysieren und die optimale Form des Cloud Computing zu finden: Sollen die eigenen, hochspezialisierten Dienstleistungen über die Cloud laufen? Gilt es hohe Datenschutzanforderungen zu berücksichtigen? Dann ist möglicherweise eine massgeschneiderte Private Cloud ratsam – oder eine hybride Cloud, welche die Vorteile von virtueller und physischer IT-Infrastruktur kombiniert. Und für ein KMU oder Startup, das dezentrale Teams mit der optimalen Cloud-Lösung kombinieren will, kann eine Public Cloud, wie jene von Microsoft 365 die passende Antwort sein.

2. Klare Kostenstrukturen statt unberechenbarer Mehraufwände

Cloud-Anbieter arbeiten in der Regel mit fixen Preisen im Abonnementsformat. Damit sind die monatlichen und jährlichen Aufwendungen frühzeitig abschätzbar. Im Cloud-Modell bezahlen Unternehmen nur diejenigen Kapazitäten, die sie benötigen. Die KMU-Geschäftsleitung verfügt auf diese Weise über eine grosse Planungssicherheit und sie vermeidet unnötige Mehrausgaben.

Darüber hinaus reduzieren Cloud-Lösungen nicht nur die hohen Anfangsinvestitionen für Infrastruktur und Hardwarekomponenten, sondern sie verringern auch oft die Betriebskosten deutlich. Während bei einer On-Premise-Infrastruktur Wartungs- und Supportkosten, Anschaffungen von Servern, Speicherplatz, Peripheriekomponenten sowie der Stromverbrauch stark ins Gewicht fallen können, sind diese Ausgaben in der Gebühr des Cloud-Anbieters in der Regel inkludiert. Dasselbe gilt für regelmässige Updates und Patches, die sicherstellen, dass die Technologie stets auf dem neuesten Stand bleibt und ein störungsfreier Betrieb ermöglicht ist.

3. Umfassender Cyberschutz statt offener Angriffsflächen

Die Sicherheit von Cloud-Lösungen wird auf Grund zunehmender Cyberangriffe immer wieder in Frage gestellt. Zu Unrecht: Eine gut konfigurierte und aktuell gehaltene Cloud-Infrastruktur lässt in Sachen Cybersicherheit kaum Wünsche offen. Durch die Zusammenarbeit mit einem kompetenten IT-Dienstleister, der über eine hohe Cloud-Kompetenz verfügt, profitieren kleine und mittlere Unternehmen – vor allem dank dessen hoher Sicherheits-Expertise und können sie sich auf eine maximierte Cyber Security verlassen.

Möglichkeiten der Fernwartung, vielfältige Datensicherungsoptionen sowie häufige Updates durch den Anbieter erhöhen die IT-Sicherheit einer Cloud zusätzlich. Bei starken Sicherheitsanforderungen, etwa bei der Handhabung von sensiblen Patienten- oder Finanzdaten steht einem KMU darüber hinaus die Möglichkeit zur Private Cloud offen. Und schliesslich bieten einige Cloud-Anbieter die ausschliessliche Datenspeicherung auf Schweizer Servern an. Auch dies verbessert die Datensicherheit und es erfüllt gleichzeitig hohe Anforderungen an den Datenschutz.

Fazit: Mit einer guten Vorbereitung eröffnet die Cloud für KMU neue Türen

Bei der Gegenüberstellung der Vorteile und Nachteile von Cloud Computing für KMU erschliesst sich der Nutzen für viele Szenarien. Doch um die optimale Lösung zu finden, ist eine sorgfältige Vorbereitung und Analyse der betrieblichen Anforderungen notwendig. Nur so lassen sich die versprochenen Potenziale vollends ausschöpfen und die Effizienz im Unternehmen steigern.

KMU profitieren bereits in einer frühen Phase vom Knowhow eines professionellen Anbieters von Managed IT Services (Managed Service Provider MSP), welcher die unterschiedlichen Cloud-Systeme kennt. Dieser steht dem KMU zunächst in einer beratenden Funktion bei der Evaluation und Auswahl der passenden Cloud zur Seite. Im weiteren Schritt erstellt ein MSP die Planung und kümmert sich um die Umsetzung der stufenweisen Cloud-Migration sämtlicher Anwendungen, Daten und Systeme mit einem strukturierten Migrationspfad. Somit lassen sich Komplikationen oder Unterbrechungen während der Umstellung vermeiden. Gleichzeitig erhalten Mitarbeitende eine ausführliche Schulung und damit einen guten Start in die Cloud.

 

Die Cloud: IT aus der Steckdose. Chancen und Risiken von Cloud Computing für KMU

Titelbild: Pixabay

Themen: Cloud, Mobiler Arbeitsplatz
Autor: Philipp Hollerer | 03.03.2022 | 11:55
Philipp Hollerer
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